Unsere Chronik

Hier kannst du dich über die Geschichte und Traditionen der Freiwilligen Feuerwehr Hohenschambach informieren.

Gründung

1887

„Vor die Aufgabe gestellt, Ihnen etwas aus der 100jährigen Vereinsgeschichte zu erzählen, muss ich zunächst dem Gründungsvorstand der Freiwilligen Feuerwehr Hohenschambach ein Kompliment aussprechen. Er hat seinen Nachfolgern im Amt alle wichtigen Unterlagen aus dem Gründungsjahr in einem Zustand hinterlassen, der es unproblematisch macht, die Vorgänge bei der Gründung nachzuvollziehen – ein Vorteil, den nicht alle gleichalten Feuerwehren in Bayern geltend machen können.“

Nach der Bestätigungsurkunde des Bayerischen Landes-Feuerwehr-Verbandes vom ersten Januar 1899, ausgestellt „unter dem Allerhöchsten Protektorate Seiner Königlichen Hoheit des Prinz-Regenten Luitpold von Bayern“, wurde die Freiwillige Feuerwehr Hohenschambach am 24. Juli 1887 gegründet und in die Grundliste des Verbandes eingetragen. Die Gründung fand indessen schon einige Wochen früher statt – nach der Stammliste des Vereins am 1. Juli 1887. 42 Mitglieder ließen sich bei der Gründungsversammlung eintragen. Zum Vorstand wurde der Gastwirt Georg Scherübl aus Hohenschambach gewählt. Als erster Hauptmann steht der Brauereibesitzerssohn Albert Veitl, ebenfalls aus Hohenschambach, in der Liste. Er musste besonderes Verständnis für Feuerschutzbelange mitbringen, denn das Anwesen seiner Eltern war im Jahr zuvor abgebrannt. Kassier wurde der Ökonom Josef Paulus, Adjutant der Ökonom Jakob Meier, Requisitenmeister der Wagner Georg Meier und Sanitäter der Kaufmann und Bader Josef Werle, alle aus Hohenschambach. Als Rottenführer der Steiger verzeichnete die Liste den Gastwirtssohn Josef Scherübl, als Rottenführer der Spritzenmannschaft den Schmiedemeister lgnaz Hofmeier und als Rottenführer der Ordnungsmannschaft den Schuhmacher Georg Wiesmüller. Von den 42 Gründungsmitgliedern stammten…

  • 25 aus Hohenschambach
  • 6 aus Thonhausen
  • 5 aus Kochenthal
  • 3 aus Schacha
  • 3 aus Pittmannsdorf

1894

Das Protokollbuch

Das handschriftlich geführte Protokollbuch der Freiwilligen Feuerwehr Hohenschambach berichtet in Kurzform über alle Vorstands-, Kommissions- und Generalversammlungen des Vereins und die dabei gefassten Beschlüsse. Es beginnt mit einer Notiz über eine Kommissionssitzung vom 1. November 1894, auf der der Beitritt zur Sterbekasse des Bayerischen Landes-Feuerwehr-Verbandes beschlossen und in geheimer Wahl ein Ortskassier für diese Kasse gewählt wurde: Johann Scherübl, Gütler von Hohenschambach. Im gleichen Jahr fand einen Tag vor Silvester die ordentliche Generalversammlung statt. Sensationelle Beschlüsse wurden nicht gefasst, ins Auge gefasst wurde die Veranstaltung eines Feuerwehrballes. Vereinsmitglieder und Mitglieder von Nachbarvereinen sollten 50 Pfennig Eintritt zahlen, sonstige Gäste das Doppelte. Für die Musik wurden 25 Mark genehmigt, das würde heute nicht einmal für die Spesen der Kapelle reichen.

1895

Quartalsversammlung

Ab 1895 trafen sich die Mitglieder zu Quartalsversammlungen. Auf der Tagesordnung des ersten Treffens dieser Art am 10. März 1895 stand die Frage der Beteiligung der Feuerwehr an der Geburtstagsfeier des Prinzregenten – alle waren dafür -, ferner ein Beschluss über die Art und Weise, wie der Verein bei der Beisetzung verstorbener Mitglieder auftreten sollte und letztlich die Bekanntgabe eines Gemeindebeschlusses über den Fahrdienst von Löschmaschine und Mannschaftswagen, insbesondere bei Bränden in Nachbargemeinden.

1897

Ein ernster Einsatz

Zehn Jahre nach ihrer Gründung, im Jahre 1897, rückte die Wehr zu ihrem ersten „ernsten“ Einsatz aus und beteiligte sich an den Löscharbeiten beim Brand der Münchsmühle, und zwar „in hervorragender Weise“, wie es im Protokoll heißt. Der nächste Einsatz fand am Sonntag, dem 14. Mai 1899 beim Großfeuer in Painten statt, dem die Kirche und Kirchturm, 26 Wohnhäuser und etwa 40 Nebengebäude zum Opfer fielen. Nur drei der zu Hilfe geeilten Feuerwehren konnten eingesetzt werden, weil es an Wasser fehlte, darunter die Hohenschambacher Wehr, der vor allem die Rettung des Schulhauses zu verdanken war. Im eigenen Gemeindebereich brannte es am Pfingstsonntag, dem 3. Juni 1900. Betroffen war das Wohnhaus von Thekla Rappl in Pittmannsdorf.

1901

Übungsbeteiligung

Immer wieder ist in den Protokollen der jährlichen Generalversammlungen nachzulesen, dass der Kommandant seine Wehrmänner zu einer besseren Beteiligung an den regelmäßigen Übungen aufforderte. Weil das offenbar nicht viel fruchtete, beschloss die Wehr am 29. September 1901, eine Strafgebühr für unentschuldigtes Fernbleiben einzuführen, und zwar in Höhe von 50 Pfennig. Am 24. Oktober 1903 nachmittags um 15 Uhr wurde die Wehr alarmiert, weil die Scheune von Joseph Peter brannte. In einem schnellen Einsatz gelang es, das Übergreifen des Feuers auf das dazugehörige Wohnhaus zu verhindern.

1913

25 Jahre Bestehen

Im 25. Jahr ihres Bestehens hatte die Wehr 62 aktive Mitglieder und sieben Ehrenmitglieder. Am 20. April 1913 wurde beschlossen, keine Jubiläumsfeier auszurichten. Alle Mitglieder, die seit der Gründung dabei waren, wurden mit Ehrendiplomen bedacht, die auf Kosten der Vereinskasse eingerahmt wurden. Vorstand war seit 1912 Johann Scherübl, Kommandant Sebastian Dietz, Adjutant Georg Biersack, Schriftführer Bernhard Süß und Kassier Josef Liedl. Zum Zeugwart wurde Michael Paulus gewählt, zum Spritzenmeister lgnaz Hofmeier und zum Steigerzugführer Johann Obergrießer. Als Zugführer der Spritzenmannschaft fungierte künftig Karl Preuschl, und zum Führer der Ordnungsmannschaft wurde Peter Weigert bestimmt.

1922

Geldabwertung

In der Generalversammlung vom 17. Dezember 1922 blieb auch der Freiwilligen Feuerwehr Hohenschambach nichts Anderes übrig, als die Beiträge der rasanten Geldabwertung anzupassen. Der Mitgliedsbeitrag wurde auf 50 Mark erhöht, der Beitrag der Ehrenmitglieder auf 100 Mark. Als Strafe für unentschuldigtes Fernbleiben bei einer Übung waren künftig 200 Mark zu zahlen.

1926

Krtische Inspektion

1926 wurde die Hohenschambacher Wehr „durch Herrn Bezirksfeuerwehr-SteIlvertreter Herrn Bürgermeister K. Maag, Hemau“ kritisch inspiziert. Es wurde das ganze Reglement durchgeübt, dann der Stadel des Herrn Johann Scherübl als Übungsobjekt ausersehen. Das fingierte Feuer wurde unter Einsatz sämtlicher Geräte gelöscht. Bürgermeister Maag war mit dem Vorgeführten sehr zufrieden und lobte neben der guten Schulung vor allem die Ruhe, mit der die Wehr ihre Aufgabe erfüllt hatte.

1934

Eine Nachtübung

Am 23. Oktober 1934 war Hohenschambach Schauplatz einer Nachtübung, an der auch die Wehren aus Haag und Laufenthal und die in Parsberg stationierte Autospritze beteiligt waren. Es wurde angenommen, dass der Blitz in das Anwesen der Gastwirtschaft Scherübl eingeschlagen und gezündet hatte. Die Löscharbeiten gestalteten sich wegen drehender Winde äußerst schwierig. Der erfolgreich verlaufenen Übung wohnte Bezirksbrandinspektor Ferstl aus Parsberg bei.

1936

Neue Motorspritze

Inspektor Ferstl war es auch, der der Wehr 1936 die neue Motorspritze übergab, die sofort nach allen Schlauchanlagen ausprobiert wurde und zu allseitiger Zufriedenheit funktionierte. Bei der gleichen Versammlung erklärte Kommandant Dietz seinen Rücktritt. Er hatte sich 23 Jahre lang für die Belange der Wehr eingesetzt – kein anderer Kommandant versah diesen Posten länger. Sein Nachfolger wurde Josef Kemether aus Hohenschambach mit dem Titel Oberbrandmeister, den neuen Verordnungen entsprechend. Eine seiner ersten Aufgaben war die Vorbereitung des fünfzigjährigen Stiftungsfestes, das am 18. Juli 1937 unter großer Beteiligung gefeiert wurde. Vertreten waren die Nachbarwehren aus…

  • Hemau
  • Deuerling
  • Großetzenberg
  • Laaber
  • Painten
  • Kollersried
  • Aichkirchen
  • Pellndorf
  • Laufenthal
  • Neulohe
  • Haag
  • Langenkreith
  • Klingen
  • Thonlohe
  • Endorf
  • Beratzhausen

Bei der nachmittäglichen Inspektion der Freiwilligen Feuerwehren Hohenschambach und Deuerling verfehlten die Leistungen der beiden Motorspritzen ihre Wirkung nicht. Im Hemauer Wochenblatt heißt es unter anderem:

„Ein schneidiger Vorbeimarsch der gesamten Wehren unter den Klängen der Festkapelle Binner-Schlauderer beendete den offiziellen Teil der Feier. Die beiden Ortswirte Goß und Scherübl hatten für das leibliche Wohl der Gäste reichlich Sorge getragen. Das herrliche Wettertat sein Übriges, dass das Fest auch sonst in festlicher Stimmung verlief.“

Im Jubiläumsjahr gehörten der Wehr 79 Mitglieder an. Auf den Mitgliederversammlungen die nun „Appell“ hießen, wurde nicht nur, wie bisher, über Geräteausstattung und Wehrorganisation, gesellschaftliche Veranstaltungen und Beitragsleistung gesprochen, sondern es waren auch „politische Schulungen“ einzuplanen. So sprach am 16. Juli 1939 eine Stunde lang der Parteigenosse Breu über „Einkreisungspolitik gegen Deutschland“ – inzwischen stand ja auch der Krieg schon vor der Tür.

Kriegszeit

Für die nächsten Jahre ist das Protokollbuch der Freiwilligen Feuerwehr wenig aussagekräftig. Zu den herkömmlichen Aufgaben des Feuerlösch- und Verhütungswesens kamen kriegsbedingte Luftschutzaufgaben, die im Gemeindebereich glücklicherweise nicht in die Praxis umgesetzt zu werden brauchten. Hinter so manchem Namen in der Stammliste musste „gefallen oder vermisst“ vermerkt werden.

1948

Eine Neue Vorschrift

Erst einige Jahre nach Kriegsende, 1948, erließ die amerikanische Militärregierung eine Vorschrift über Aufbau und Betrieb der deutschen Feuerwehren.

„Die zuständigen deutschen Behörden haben dafür Sorge zu tragen, dass der Personalbestand der Feuerwehren den tatsächlichen Bedarf für einen ausreichenden Brandschutz nicht übersteigt“,

hieß es da, oder

„Die deutschen Feuerwehren haben streng zivilen Charakter zu tragen, und ihre Benutzung als Deckmantel für heimliche militärische Organisationen oder Bestätigungen wird nicht geduldet. Keinerlei militärische Organisationsformen, Ausbildung, Exerziermethoden, Gesten oder Ehrenbezeigungen dürfen angewandt werden.“

Zudem wurde verfügt, dass die deutschen Feuerwehren entnazifiziert werden müssten, dass sie keinesfalls der deutschen Polizei unterstellt werden dürften und dass ihnen das Tragen von Uniformen gestattet sei, freilich nur solchen unmilitärischen Charakters.

1951

Feuerschutzabgabe

1951 beschloss die Jahreshauptversammlung, der Gemeinde die Einführung einer Feuerschutzabgabe nahezulegen, zu entrichten von allen Gemeindebürgern, die nicht der Freiwilligen Feuerwehr angehören und auch keine anderen öffentlichen Aufgaben erfüllen. In der Generalversammlung von 1953 wurde der bisherige Vorstand Josef Scheuerer in Anerkennung seiner Verdienste um die Wehr, vor allem in den Kriegsjahren, zum Ehrenvorstand ernannt. Neuer Vorstand wurde Josef Goß, neuer Kommandant Josef Gabler. Um die Anschaffung neuer Uniformröcke zu finanzieren, wurde eine Theateraufführung geplant. 1955 sprach die Generalversammlung über die dringend notwendige Errichtung eines Schlauchturmes. Mit dem Bau wurde bereits begonnen.

1956

Neue Satzung

1956 gab sich die Freiwillige Feuerwehr Hohenschambach eine Satzung, die vom Landratsamt genehmigt wurde.

„Der Zweck der Freiwilligen Feuerwehr ist die geordnete Hilfeleistung bei Feuersgefahr und auf Anordnung der zuständigen Behörde auch bei sonstigen Unglücksfällen und öffentlichen, durch Naturereignisse verursachten Notständen“,

heißt es in § 1, und weiter:

„Die Freiwillige Feuerwehr darf nicht zu polizeilichen Aufgaben herangezogen werden.“

Über den Übungsbetrieb heißt es in 5 11:

„Die Freiwillige Feuerwehr führt nach einem für das ganze Jahr aufgestellten Übungsplan in jedem Monat mindestens eine Übung durch. Größere Übungen finden regelmäßig in den Frühjahrs- und Herbstmonaten statt. Zu den Übungen zählen auch Sportveranstaltungen im Rahmen der Feuerwehr. Jedes aktive Mitglied ist zur Teilnahme an den Übungen verpflichtet.“

Neuer Vorstand wurde 1956 Johann Dietz, neuer Kommandant Heinrich Dietz, Schriftführer Alfred Frank.

1960

Neue Motorspritze

1960 stand die Beschaffung einer neuen Motorspritze auf der Tagesordnung, nachdem sich herausgestellt hatte, dass die alte nicht mehr reparaturfähig war. Die neue Spritze, System TS 8, sollte 4000 Mark kosten. Zugunsten der Beteiligung der Wehr an den Anschaffungskosten wurde auf einer Feier anlässlich des 75jährigen Bestehens verzichtet – beides war nicht zu finanzieren. 1961 wurde die neue Spritze von der Gemeinde an die Wehr übergeben – sie sei, so sagte einer der Redner bei der Übergabe, zu betrachten wie eine Jungfrau, die immer begehrt, aber nie gebraucht würde.

1962

Jahreshauptversammlung

Anlässlich der Jahreshauptversammlung vom 9. Dezember 1962 wurden die Mitglieder der Löschgruppe 1 mit dem Leistungsabzeichen ausgezeichnet. Die Löschgruppe schnitt unter den 25 Wehren des Landkreises Parsberg als eine der besten ab.

1965

Großbrand in Hemau

1965 wurde die Wehr am 10. Januar zu einem Einsatz nach Hemau gerufen. Am Anwesen Leibl gab es einen Großbrand zu bekämpfen. In der Generalversammlung wurde bekanntgegeben, dass die neue Feuersirene bereits installiert, aber noch nicht betriebsbereit sei – einstweilen wird also noch mit dem Horn alarmiert.

1973

Großbrand in Hohenschambach

In der Nacht vom 6. zum 7. Juli 1973 löste ein Blitzschlag, der die Scheune des Anwesens von Johann Mayer in Hohenschambach traf, einen Großbrand aus. Obwohl die Feuerwehr sofort eingriff, konnte nicht verhindert werden, dass das Feuer auf die Nachbarscheune und Nebengebäude des Anwesens Johann Dietz übergriff. Es entstand ein Sachschaden von über 200000 Mark. Obwohl wegen Stromausfall weder mit der Sirene noch mit Telefon Alarm gegeben werden konnte, traf die Hemauer Wehr schnell zur Hilfeleistung ein, und nach ihr die Feuerwehren aus Painten, Laaber, Deuerling, Haag, Laufenthal, Klingen und das Löschauto aus Parsberg. Nach etwa zwei Stunden war der Brand soweit lokalisiert, dass kein weiterer Schaden entstehen konnte.

1977

90-Jähriges Gründungsfest

Zum 90jährigen Gründungsfest lud die Freiwillige Feuerwehr Hohenschambach vom 22. Juli bis zum 25. Juli 1977 die Wehren der weiteren Umgebung ein – 87 Vereine sagten ihr Erscheinen zu. Anlässlich der Jubiläumsfeier konnte ein neues Löschfahrzeug eingeweiht und das renovierte Gerätehaus eingesegnet werden. Die Hohenschambacher Wehr konnte mit einer hervorragenden Bilanz aufwarten. Sie verfügte am Jubiläumstag über eine Löschgruppe Gold mit Blau, eine mit Gold, eine Zwischenstufe Gold, drei mit Silber und vier mit Bronze. Anlässlich des Jubiläums wurde die neue Fahne geweiht. Sie zeigt auf der einen Seite die Hohenschambacher Pfarrkirche, auf der anderen den heiligen Florian. Vier Tage lang spulte sich ein vielseitiges Programm ab, an dem sich die Gäste begeistert beteiligten. Den Festausschuss leiteten Vorstand Alfred Frank und Kommandant Alfons Paulus, die Schirmherrschaft hatte Landrat Deininger übernommen.

Großbrand in Kochental

Im Jahr 1977 kommt es zu einem Großbrand auf der Mülldeponie in Kochental. Neben den Feuerwehren der Umgebung sind auch die Berufsfeuerwehr aus Regensburg und die Parsberger Feuerwehr mit Tanklöschfahrzeugen im Einsatz.

1985

Kommandantenwechsel

Kommandant Alfons Paulus scheidet 1985 mit 60 Jahren aus dem aktiven Dienst aus. Für seine Verdienste in seiner 18-jährigen Amtszeit als 1. Kommandant wird er zum Ehrenkommandant ernannt. Nachfolger wird der bisherige Kassier Willi Steiner.

1987

100 Jähriges Bestehen

Zur Vorbereitung auf das anstehende Gründungsfest werden die alte Handpumpe und andere historische Gerätschaften in Eigenregie restauriert. Vom 23.07. bis 26.07.1987 feiert die Wehr ihr 100jähriges Bestehen. Wegen eines Wolkenbruchs am Sonntag muss der Festakt ins Zelt verlegt werden. Beim Festzug am Nachmittag ziehen über 100 Vereine durchs Dorf.

Im gleichen Jahr wird auch die Jugendgruppe gegründet. Erster Jugendwart ist Werner Reil.

1988

Einige Beschaffungen

1988 wird im Gerätehaus ein neuer Boden mit Fließen verlegt. Im gleichen Jahr wird auch ein Antrag an die Stadt Hemau zur Beschaffung eines Löschgruppenfahrzeugs LF8 gestellt. Am 12.10.1989 fällt die Entscheidung für den Hersteller Iveco-Magirus. Der Feuerwehrverein beteiligt sich an der Beschaffung von Handfunkgeräten.

In den Jahren 87-89 ist auch die Theatergruppe der Feuerwehr aktiv.

1990

Atemschutzausrüstung

1990 erhält die Wehr noch vor dem Fahrzeug eine Atemschutzausrüstung und beginnt mit der Ausbildung von Atemschutzträgern. Bei einem Großbrand in Wolflier kommt die neue Technik zum ersten Mal zum Einsatz. Zum Jahresende wird im Iveco Werk in Weisweil das neue Löschfahrzeug abgeholt. Die Fahrzeugweihe findet am 25. Mai 1991 statt.

1991

Neues Fahrzeug im Einsatz

1991 stehen bereits 16 ausgebildete Atemschutzträger zur Verfügung. Erster Einsatz mit dem neuen Fahrzeug ist  am 02. Februar bei einem Großbrand in Waltenhofen. Im gleichen Jahr muss die Wehr zum Brand einer Schreinerei nach Wangsaß ausrücken.

1992

Zweite Sirene

Wegen Alarmierungsproblemen geht 1992 die zweite Sirene mit Standort im Hof des Gasthaus Nuber in Betrieb. Im Rahmen der Brandschutzwoche wird gemeinsam mit der FF Hemau eine Fahrzeugschau in Hohenschambach abgehalten.

1993

Jugendfeuerwehr

1993 ist die Jugendfeuerwehr mit 24 Mitgliedern die dritt stärkste im Landkreis. Die Aktiven ergänzen ihre Ausrüstung mit einem Wassertankanhänger, den sie in Eigenregie bauen.

1994

Umbauarbeiten

1994 wird im Gerätehaus eine Nasszelle mit WC und Stiefelwaschanlage eingebaut. Für die Umbaumaßnahmen werden 500 Stunden Eigenleistung aufgebracht. In der Brandschutzwoche findet eine Großübung im Bereich der Thonhauser Straße und des Segelthalweg statt.

1995

Schlauchturm

Am 27.1.95 fällt der Schlauchturm bei einem Sturm um und liefert den Anstoß zur Planung eines Gerätehausumbaus. Im gleichen Jahr wir die Restaurierung der historischen Fahne in Erwägung gezogen.

1996

Umbauarbeiten

1996  beschließt der Stadtrat den Umbau des Gerätehauses mit einer Schrägtrocknung. Der Baubeginn ist für 1997 oder 98 vorgesehen. Zudem beginnen die Planungen für das 110 jährige Jubiläum.

1997

Neuer Kommandant

Willi Steiner steht 1997 nach 12 Jahren als Kommandant nicht mehr zur Verfügung. Die Nachfolge tritt Gottfried Pollinger an. Am 16. Mai wird Steiner für seine Verdienste zum Ehrenkommandanten ernannt. In seiner Amtszeit hat er mit der Beschaffung eines modernen Fahrzeugs, der Einführung des Atemschutz und der Intensivierung von Jugendarbeit sowie Ausbildung die Wehr für die gestiegenen Anforderungen gut gerüstet. Viele der unter ihm ausgebildeten Kameraden leisten bis heute aktiven Dienst.

110 Jähriges Gründungsfest

1997 kann das 110 Jährige Gründungsfest im kleinen Rahmen gefeiert werden. Im Rahmen des Festgottesdiensts erhält die restaurierte alte Fahne den kirchlichen Segen. Am Nachmittag zieht der Festzug mit 30 Vereinen bei strömendem Regen durchs Dorf.

Im gleichen Jahr regt Bürgermeister Pollinger den Neubau eines Gerätehauses anstelle des Umbaus an. Ein Jahr später wird dies durch den Stadtrat beschlossen. Die Planungen für eine moderne Unterkunft mit zwei Stellplätzen und Schulungsraum sollen bis Herbst 99 abgeschlossen sein.

Die Bilder rechts zeigen den Zeltaufbau zum 110 Jährigen Fest.